Teile der Streitwieser-Sammlung nach dem Auspacken aus den Containern

 


Bei der Eröffnung des Museums
am 22.10.1996 waren unter anderen (von links nach rechts):
Mag. Franz Xaver Streitwieser,
LH Dr. Josef Pühringer, Prof. Heinz Preiss, Ing. Manfred Quatember

Die Geschichte des
Musikinstrumentenmuseums Schloss Kremsegg


Den Grundstock des Museums bildet die Sammlung der Streitwieser Foundation aus den USA mit über 1.200 Instrumenten, die von Franz Xaver Streitwieser und seiner Gattin Katherine zusammengetragen wurde.

1994 kam es zu ersten Gesprächen zwischen der Streitwieser Foundation und Prof.Heinz Preiss, damals Landesmusikdirektor von Oberösterreich, und Berthold Antoniuk (damals Landesmusikschulleiter Mondsee). Im Frühjahr 1996 übersiedelte die gesamte Streitwieser-Sammlung von Amerika nach Kremsegg.

Univ.Prof. Dr. Eugen Brixel, Univ.Prof. Dr. Ralph Dudgeon, Prof. Heinz Preiss, Franz Xaver Streitwieser und Ing. Manfred Quatember (Ausstellungsarchitekt) arbeiteten eine Ausstellung mit dem Thema "Raritäten der Bläsermusik" aus. Für die Präsentation wurde - aus der mehr als tausend Blasinstrumente umfassenden Kollektion - Objekte ausgewählt.

Am 22. Oktober 1996 eröffnete Landeshauptmann
Dr. Josef Pühringer mit einem feierlichen Festakt das Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg.

2001 stellte Prof. Paul Badura-Skoda Teile seiner großen Klaviersammlung als Leihgabe dem Museum zur Verfügung. Das "Clavierland" wurde eröffnet.

2007 konnte die Hornsammlung von Prof. Hans Pizka übernommen werden und ab Herbst 2009 werden Instrumente davon im Museum zu besichtigen sein.


von links nach re: LMD Walter Rescheneder, Prof. Paul Badura-Skoda, LH Dr. Josef Pühringer, Prof. Heinz Preiss

Die Ausstellungen im Überblick:


Seit Oktober 1997:
„Raritäten der Bläsermusik“

 

 

 

 



Seit Oktober 1997:
„Franz Schubert“

 

 

 

 



1999 - 2001:
„Die Militärmusik Europas“

 

 

 


Seit Mai 2001:
„Hier ist doch gewis das Clavierland!“

 

 

 

 

 

Seit Juni 2002:
„Friedrich Gulda – Befreite Klänge“

 

 

 


November 2007 – Oktober 2008: Sonderausstellung: „Still Alive – historische Saiteninstrumente“





Die Aufgaben des Museums:

Die Aufgabe der Musikinstrumentenmuseen kann sich nicht mehr in der Aufbewahrung und Ausstellung historischer Instrumente erschöpfen. Die Depot- und Vitrinenfunktion alleine ist eine nicht mehr zeitgemäße Dimension. Die Museen müssen zu zentralen Bezugspunkten für Instrumentenbauer, Musiker und Wissenschafter werden. Die Sammlungen bilden die stabile Basis in der Bewältigung der Umwälzungen innerhalb der europäischen Musikentwicklung.


Die Musikwelt erlebte in den letzten zwei Jahrhunderten ein zunehmendes Crescendo. Originalinstrumente vergangener Zeiten können die Hörgewohnheiten und musikalischen Vorstellungen früherer Epochen und damit des musikalischen Erbes Europas bewahren. Die Entwicklung der Instrumente in Richtung zunehmender Lautstärke und Klangintensität kann besonders durch die Musikinstrumentensammlungen von Schloss Kremsegg nachvollzogen und belegt werden.


Die Problematik der modernen Klangästhetik wird durch ein gründliches Studium historischer organologischer Gegebenheiten lösbar. Das Museum wird dadurch zu einer Begegnungsstätte, in der sowohl Natur- als auch Kulturwissenschafter Material für ihre Fragestellungen finden können, ebenso Musiker und Instrumentenbauer, Künstler und Handwerker; alle vereint im Bemühen, Zugänge zu historische Klangwelten zu finden.


Das Musikinstrumenten-Museum Schloss Kremsegg ist ein wesentlicher Mosaikstein in der internationalen Musikszene. Sie ist die Basis für deren erfolgreiche Musikentwicklung. Seine Sammlungen bilden ein tiefes Reservoir als Orientierungshilfe.

Die Instrumente sind benützbar und spielbar. Daher bleibt ihre Ur-Funktion als Klangkörper erhalten und werden nicht nur zum bewunderungswürdigen Kunstobjekt. Museum bedeutet Bewahrung und zur-Verfügung-Stellung historischer Objekte, nicht allein deren Konservierung und Ästhetisierung als Schaustück.