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EXPONAT DES MONATS aus unserem Museum

 

Zwischen Klang und Virtuosität

 

Ventiltrompete in B

Hersteller: Frederic Key,

London, ca. 1850er Jahre,

drei Stölzel-Ventile, eine Trillerklappe,

originaler Holzkoffer mit Aufsteckbogen für

verschiedene Stimmungen

FXS-INS 0300

 

 

Foto: Holnsteiner

 

 

Das 19. Jahrhundert war eine Zeit rasanter technischer Entwicklungen auf allen Gebieten. Während in Wien oder Dresden die Hoftrompeter noch immer die alte Tradition des Naturtrompetenspiels bewahrten, erprobten ihre fortschrittlich gesinnten Kollegen neue musikalische Mittel, wie sie die Innovationen des Instrumentenbaus ermöglichten. Vor allem in der Militär- und Unterhaltungsmusik hatten sich seit den 1820er Jahren die wendigen und agilen Ventilkornette einen festen Platz erobert – von deren musikalischer Beweglichkeit konnten die seriösen Trompeter nur träumen (während sie über ihre mangelnde Klangkraft lästerten). Die hier gezeigte Trompete ist gebaut wie ein solches Kornett: klein gewunden, mit Stölzel-Ventilen und einer Trillerklappe für virtuose Effekte; mit einer weiten und überwiegend zylindrischen Rohrmensur versuchte der Hersteller aber den heroischen Klang der alten Trompeten zu bewahren. Aus solchen Kompromissfindungen zwischen Klang und spieltechnischer Beweglichkeit entwickelte sich über die nächsten 100 Jahre die moderne Trompete. Vom Klangunterschied zwischen Kornetten und (echten) Trompeten haben wir heute kaum mehr einen Begriff.

 

 

 

 

Kremsegger Festmusik, gewidmet Herrn Landeshauptmann a. D. Dr. Josef Pühringer

Dieter Angerer - Komponist
 

Museumslied "Kommt, lasst uns staunen!"

Dieses Museumslied wurde im Jubiläumsjahr 2016 als besondere Einladung

und Referenz an unsere jugendlichen Gäste aufgenommen.

Petra Linecker - Musik         Waltraud Dorfner - Text