Deutsch / English


Blechblasinstrumente im Wandel der Zeit

Dauerausstellung seit 1996

 

Mit rund 10.000 Objekten zur Blasmusik, darunter über 1.200 Musikinstrumente,  bildet die Sammlung des in den USA lebenden bayerischen Trompeters Mag. Franz Xaver Streitwieser den Grundstock des Musikinstrumenten-Museums. Der umfangreiche Bestand – inkl. Blasinstrumente, Noten, Bilder, Schallplatten etc. – kam 1996 direkt aus den USA nach Schloss Kremsegg. Ausgewählte Exponate bildeten im selben Jahr die erste Ausstellung des Musikinstrumenten-Museums: „Raritäten der Bläsermusik – Die Blasinstrumente im Wandel der Zeit“. Anlässlich der 15 Jahr-Feier von Schloss Kremsegg erfuhr die Ausstellung eine Neugestaltung. Seither runden Instrumente aus dem Bestand Hans Pizka sowie der Sammlung Musica Kremsmünster den hier gebotenen Überblick zur Entwicklung der Blechblasinstrumente, von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert, ab.

Höhepunkte der Ausstellung sind beispielsweise eine Trompete von Louis Armstrong, die älteste erhaltene Sopran-Zugposaune (1677), ein Kornett von k. k. Hofballmusikdirektor Eduard (I.) Strauß oder das vergoldete Tenorhorn des russischen Zaren Alexander II., verziert mit prächtiger Gravur in Form eines Blumenornaments.

 

Die Reise durch die Welt der Blasinstrumente beginnt mit noch einfach gebauten flöten- und trompetenartigen Instrumenten. Aus natürlichen Materialien ­– wie Tierhörner, Muscheln, Knochen oder Holz – hergestellt, fanden sie zunächst Verwendung für Signale zur Warnung oder für kriegerische und kultische Zwecke. Die Ausstellung führt die Besucher weiter durch die verschiedenen Entwicklungsstufen von Trompeten, Hörnern, Posaunen und Tuben und zeigt die Vielfalt der Erneuerungen und Verbesserungen. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt im 19. Jahrhundert, jener Zeit der Erfindungen und technischen Neuerungen, die sich auch im Instrumentenbau abzeichneten. Windungen änderten sich, Experimente mit Klappen und Ventilen führten dazu, dass viele Instrumente leichter spielbar und klangstärker wurden.

Da nur ein Teil der Blechblasinstrumenten-Sammlung in der Ausstellung Platz findet, können die Museumsbesucher auch einen „Blick hinter die Kulissen“, in den Fundus des Museumsbestandes, werfen. Viele weitere Schätze schlummern im Depot und warten darauf ausgestellt zu werden.

Im Anschluss an die Ausstellung sehen Sie eine nachgebaute Werkstätte eines Blechblasinstrumentenmachers, ausgestattet mit historischen Maschinen und Instrumentenbestandteilen. Die Museumsbesucher bekommen hier Einblicke in eine alte Handwerkskunst.

 

Streitwieser Foundation

Franz Xaver Streitwieser gründete zusammen mit seiner Frau Katherine 1978 ein „Trumpet Museum“ der Streitwieser-Foundation in Northern Chester Country, Pennsylvania. Die Sammlung beschreibt nahezu 5000 Jahre Musikgeschichte der Blasinstrumente und Bläsermusik, vorwiegend aus dem europäischen Raum. Nach dem Tod seiner Frau suchte Franz X. Streitwieser für den gesamten Bestand einen neuen Aufbewahrungsort. Durch seine Studienzeit am Salzburger Mozarteum mit Österreich verbunden, kam er über Umwege mit dem damaligen Landesmusikdirektor und Begründer des Musikinstrumenten-Museums Schloss Kremsegg, Prof. Heinz Preiss, in Kontakt. Im Jänner 1996 übergab Franz X. Streitwieser seine Sammlung an das Land Oberösterreich bzw. an den Verein „Musica Kremsmünster“ (Trägerverein von Schloss Kremsegg) mit der Auflage, den gesamten Museumsbestand zu pflegen und zu erhalten sowie diesen der Öffentlichkeit entsprechend zugänglich zu machen. Die Instrumente fanden somit wieder zurück nach Europa, wo auch der Großteil der Sammlung entstanden ist.

Blechblasinstrumente
im Wandel der Zeit

Dauerausstellung

 

Clavierland  – Über die Kunst
Klaviere zu bauen

Dauerausstellung

 

Friedrich Gulda  –
Befreite Klänge

Dauerausstellung

 

Johann Nepomuk David
im Kontext seiner Zeit

Dauerausstellung

 

Das Wiener Horn
Sammlung Pizka

Sonderausstellung