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Friedrich Gulda (1930–2000) – Befreite Klänge

Dauerausstellung seit Juni 2003

 

Der bedeutende österreichische Ausnahmemusiker Friedrich Gulda war sein Leben lang Entdecker neuer Klangwelten. Zum klassischen Konzertpianisten ausgebildet und als bedeutender Mozart-Interpret anerkannt, fand er auch früh zum Jazz. Den Aktionsradius ständig ausweitend führte ihn sein musikalischer Werdegang in den letzten Lebensjahren in damals modernste Elektronikbereiche und zu dramaturgischen Bühnenperformances. Die Sprengkraft seiner Persönlichkeit und seine ewige Suche nach freien Klängen sind in der Dauerausstellausstellung „Friedrich Gulda – Befreite Klänge“ nachvollziehbar.  Am 15. Juni 2003 eröffnete LH Dr. Josef Pühringer die damals noch auf begrenzte Zeit geplante Ausstellung.

Die heutige Dauerausstellung spiegelt Guldas geniale Karriere als vielseitiger Pianist, zeigt seine musikalische Entwicklung und lässt in mehreren Hörboxen das umfangreiche Ouevre, sowohl des Musikers als auch des Komponisten, erleben. Mobiliar und persönliche Gegenstände, sowie sein geliebtes Fahrrad, zeigen auch seine private Seite. Die Rekonstruktion des Komponierkellers seines letzten Domizils in Weissenbach am Attersee bildet eine gewisse Mitte im Konzept der Ausstellung.

Seine musikalische Entwicklung, die er in seinem Leben vollzogen hat, belegen einige Instrumente. Ein Steinway-Flügel, ein Yamaha Übungsklavier, ein Yamaha Clavinova sowie ein Neupert-Cembalo mit selbstgefertigter elektronischer Abnahmetechnik zeigen neben Blockflöten und einem Krummhorn seine Offenheit für verschiedene Stilrichtungen und Guldas Fertigkeit, verschiedenste Instrumente autodidaktisch zu erlernen, um diese letztendlich auch meisterhaft zu spielen. Seine Gesangsstimme, das natürlichste aller Instrumente, bewies er in der Person des Albert Golowin.

Im Wechsel von Zitaten, persönlichen Notizen, Fotos, Autographen und Musikbeispielen gibt die Ausstellung den Besuchern die Möglichkeit, ein eigenes Bild von Friedrich Gulda zu formen.

Auch zeigt ein Filmporträt Gulda sowohl als klassischen Konzertpianisten als auch als inspirierten Jazzer und experimentierfreudigen Bühnenkünstler.

Mit der Übergabe des Nachlasses von Friedrich Gulda durch seine Lebensgefährtin Ursula Anders wurde Schloss Kremsegg zum Zentrum der Gulda-Forschung.

 

www.gulda.at

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